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DSV - Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber Newsletter 2/2020
Liebe Leserinnen und Leser

Die Corona-Krise entschleunigt unseren Alltag. Vielleicht gönnen Sie sich gerade jetzt Zeit zum ausgiebigen Lesen. Dieser Newsletter beinhaltet viel Stoff: informativ, interessant und belebend.

Ganz ohne Ansteckungsgefahr stöbern Sie in den News, solange Sie möchten. Wir wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen und bleiben Sie gesund.

ÄNDERUNG IM BESCHAFFUNGSRECHT
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 12. Februar 2020 die revidierte Verordnung im öffentlichen Beschaffungsrecht (VöB) verabschiedet. Das revidierte öffentliche Beschaffungsrecht (BöB) sowie das revidierte VöB treten auf den 1. Januar 2021 in Kraft. Damit sind zumindest einige Fragen geklärt und die Unterschiede in den kantonalen Auslegungen beiseite geräumt. Trotzdem wird erst die Praxis zeigen, wo allfällige Knackpunkte auftauchen. Der VSE hat ein Q&A für das öffentliche Beschaffungsrecht in der Energiebranche erstellt. In diesem finden Sie die gängigsten Problemstellungen und es beantwortet die dringendsten Fragen.

Q&A öffentliche Beschaffungsrecht in der Energiebranche


MARKTNAHE ANREIZE FÜR MEHR LOKALE STROMPRODUKTION
Ein interessanter Artikel von Dr. Urs Trinkner, Geschäftsführer von Swiss Economics war in der Zeitschrift «Die Volkswirtschaft» nachzulesen. Der Autor geht darin auf die fehlenden Investitionsanreize für die zusätzliche Stromerzeugung in der Schweiz ein. Die Energiestrategie 2050 (ES 2050) sieht einen massiven Zubau erneuerbarer Stromerzeugung vor. Nur hat die Sache einen Haken: Die Preise auf den europäischen Grosshandelsmärkten sind aufgrund verschiedener Einflüsse verzerrt und erlauben es nicht, dass Schweizer Investoren in die geforderten Anlagen investieren. Dr. Urs Trinkner fordert eine Verbesserung des Strommarktdesigns indem der bestehende HKN-Markt gestärkt wird. Der DSV hat dies auch schon in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2019 zur Revision StromVG gefordert. Nachzulesen ist dies im DSV Newsletter 1/2019.

Marktnahe Anreize für mehr lokale Stromproduktion

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom
ERWEITERUNG RETROFIT-PROGRAMM PV-ANLAGEN > 30 KVA
Die ElCom hat in den vergangenen Wochen alle Verteilnetzbetreiber angeschrieben und sie auf die Erweiterung des bestehenden Retrofit-Programms 1 hingewiesen (siehe Elcom Newsletter 1/2020). Die Rückmeldungen der Verteilnetzbetreiber Anfang 2019 haben anscheinend gezeigt, dass der Anteil nicht-konformer PVA bei älteren Anlagen erheblich sei. Mit Blick auf die Netzstabilität sei die Menge an nicht-konformen PV-Anlagen auf weniger als 200 MVA innert nützlicher Frist zu begrenzen. Basierend auf diesem Grundsatz und den durchgeführten Hochrechnungen müssen im zweiten Retrofit sämtliche PVA > 30 kVA, welche nach dem 31. Dezember 2010 installiert wurden, bis Ende 2022 nachgerüstet werden. Wichtig für die Verteilnetzbetreiber zu wissen ist, das seit 1. Mai 2019 den reinen Stromproduzenten keine Kosten für Zähler, Messung, Ablesung, Datenübertragung, Rechnungsstellung, et cetera mehr in Rechnung gestellt werden dürfen. Nicht zu den reinen Stromproduzenten gehören Prosumer, Eigenverbrauchsgemeinschaften oder Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch. Auch ein pauschaler Grundpreis für reine Produzenten ist nicht statthaft. Diese angefallenen Kosten müssen aber nicht vom EVU getragen werden, sondern können in die Netzkosten einfliessen und so via Netznutzungstarif an alle Endkunden verteilt werden. Die leider etwas verklausulierte Grundlage für diese Regelung ist in der StromVV, Art. 13a zu finden.

Bundesamt für Energie BFE
MONITORING ENERGIESTRATEGIE 2050
Bei der Erstellung der Stromkennzeichnung für das Lieferjahr 2019 ändern sich Fristen und ein paar wesentliche Details. In diesem Video sind die wichtigsten fünf Änderungen beschrieben. Die aktualisierten Elektrizitätsbuchhaltungen sind auf der offiziellen BFE-Webseite zu finden.


CORONAVIRUS: ARBEITEN AN KRITISCHEN INFRASTRUKTUREN IM ENERGIEBEREICH
Das BAG hat in den letzten Tagen Verhaltensregeln für die Bevölkerung und für die Arbeitswelt publiziert. Weiter beabsichtigt es in der nächsten Zeit die Präzisierung der bestehenden Verhaltensregeln für «essenzielle Bevölkerungsgruppen», zu der auch Mitarbeitende von Betreibern von kritischen Infrastrukturen gehören. Verteilnetzbetreiber betreiben solche kritischen Infrastrukturen.

Das BFE stellt den Betreibern von kritischen Infrastrukturen sowie den Aufsichtsbehörden im Energiesektor einen «Laisser – Passer / Passierschein» zur Verfügung. Dieser Passierschein soll an das Personal abgegeben werden, welches direkt an Anlagen arbeitet und beispielsweise bei einer Ausgangssperre Störungen beheben müsste. Alle unsere Mitglieder sollten bereits eine Vorlage per Mail bekommen haben. Falls nicht, melden Sie sich bitte beim BFE direkt.


INTERESSENVERTRETUNG DSV IM VSE-VORSTAND 2020 bis 2022
Die VSE-Mitglieder haben schweizweit gewählt und sich zu den verschiedenen Intressengruppierungen bekannt. Der DSV konnte seine drei Sitze im VSE-Vorstand dank unseren Mitgliedern verteidigen und gehört somit weiterhin zu den beiden grössten Gruppierungen. Ein toller Sieg, aber auch eine Verpflichtung, sich für die Anliegen der kleineren und mittleren Verteilnetzbetreiber einzusetzen.

Der DSV-Vorstand bedankt sich bei Ihnen für die Unterstützung und bleibt weiterhin für Sie dran!

Marktbericht powered by EBL
Das neue DSV-Mitglied EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) veröffentlicht regelmässig einen «Marktbericht». Spannende Informationen zum Beispiel über den Strommarkt, über Spot- und Terminmarkt oder Rohstoffe und Emissionsrechte oder Devisen stehen Ihnen wöchentlich zur Verfügung.

Die brandaktuelle Nummer lesen Sie als PDF hier: ebl Marktbericht 26. März 2020

Sind Sie interessiert an einem regelmässigen Marktbericht? Dann registrieren Sie sich hier: ebl-Marktbericht

GEMEINSAME ADRESSDATENBANK FAIRGATE
Die gemeinsame Datenbank mit der Adressverwaltung des DSV ist aufgebaut und funktioniert. Wichtig bei all diesen Instrumenten: Sie sind nur so gut, wie sie gepflegt werden. Den grössten Nutzen haben Kantonalverbände, wenn die Adressmeldungen unverzüglich und korrekt eingebracht werden.

INTERESSE WER MIT WEM VERBANDELT IST IM BUNDESHAUS?
Das neue Online-Tool der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt die Verbindungen der eidgenössischen ParlamentarierInnen im Bereich Energie und Klima. Es stellt das energiepolitische Netzwerk mit Kontakten und / oder Mandanten in Unternehmen, Verbänden oder Organisationen energierelevanter Branchen dar.

SES-Online-Tool

REGULIERUNGSMONITOR SWISS ECONOMICS
Die Swiss Economics, Zürich veröffentlicht regelmässig den «Regulierungsmonitor». Ein informatives Update über energierelevante Themen in der Schweiz und im benachbarten Ausland. Die erste Nummer des «Regulierungsmonitor» steht Ihnen als PDF zum Nachlesen zur Verfügung. Sind Sie als DSV-Mitglied interessiert an so einer Übersicht? Dann registrieren Sie sich bei der untenstehenden Adresse.

Regulierungsmonitor 1/2020
Adresse Swiss Economics

AUSFALL 8. DSV-INFOTREFF
Der traditionelle DSV-Infotreff vom 2. April 2020 entfällt ersatzlos aufgrund der Vorgaben zum Versammlungsverbot des Bundesrates infolge pandemischer Verbreitung des Coronaviruses.

BETRIEB DSV-GESCHÄFTSSTELLE
Die DSV-Geschäftsstelle arbeitet auch unter den besonderen Umständen bis auf Weiteres normal und ist auf den bekannten Nummern und Adressen erreichbar.
ABGESAGT
WEGEN CORONAVIRUS

Der angesagte 8. DSV-Infotreff im Naturama in Aarau vom Donnerstag, 2. April 2020 findet nicht statt.
Wort zum Virus

Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir heilfroh sein, dass nicht alle auf unserer Seite stehen.
Ernst Ferstl (1955*) österreichischer Schriftsteller
DSV  |  Bremgarterstrasse 1  |  CH-5610 Wohlen  |  Telefon 062 824 94 94  | www.dsvnet.ch
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