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DSV - Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber Newsletter 3/2019
Liebe Leserinnen und Leser

Im Positionspapier zum Strommarktdesign erfahren Sie Interssantes über das DSV-Marktmodell.
Lesen Sie auch von DSV-Aktivitäten und -Gesprächen beim BFE und beim Bundesrat über Energiepolitik, wirre Regulierungen und langfristige Versorgungssicherheit.

Noch vor den grossen Ferien kommt Bewegung ins DSV-Team. Neueinstiege beleben den Vorstand. Lesen Sie unter «DSV-Delegiertenversammlung» und «DSV-Vertreter im VSE-Vorstand» wer neu für den DSV unterwegs ist.

Die DSV-Geschäftsstelle wünscht allen Leserinnen und Lesern eine erholsame Sommerzeit.

DSV-MARKTMODELL WIRD UNTERSTÜTZT
Im Rahmen der Stellungnahme zur Revision des StromVG hat der DSV ein neues Modell für das künftige Strommarktdesign skizziert. Dieses soll einerseits mit den Zielen der Energiestrategie 2050 des Bundes in Einklang stehen und andererseits einen echten Strommarkt ermöglichen. Die Schweizerische Energiestiftung (SES), der Verband unabhängiger Energieerzeuger (VESE), Swissolar sowie GLP-Nationalrat Jürg Grossen unterstützen die Ideen des DSV, wie das gemeinsame Positionspapier an das BFE zeigt. Das BFE zeigt sich offen und hat eine Stellungnahme bis im Herbst 2019 signalisiert.

Positionspapier zum Strommarktdesign

Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR ENERGIESTRATEGIE 2050
Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Strategie Stromnetze per 1. Juni 2019 hat das Fachsekretariat der ElCom die «Fragen und Antworten zur Energiestrategie 2050» aktualisiert und die diversen Änderungen auf Gesetzes- und Verordnungsstufe integriert.

FAQ ElCom Update 1. Juni 2019

UVEK

TREFFEN MIT BUNDESRÄTIN SOMMARUGA ZUR ENERGIEPOLITIK
Am 28. Juni 2019 lud Bundesrätin Simonetta Sommaruga zu einem Austausch im Rahmen der anstehenden rechtlichen Änderungen im Energiebereich ein. Im Vordergrund standen mögliche Schritte im Anschluss an die Vernehmlassung zur Revision des StromVG und die Umsetzung der Energiestrategie 2050. Die Haltungen und Erwartungen des DSV wurden von Beat Gassmann und Gian von Planta eingebracht.

Zusammenfassung Besuch BR Sommaruga


Wider wirre Regulierung
Auf den 1. Juni 2019 hat der Bundesrat die – erst seit Anfang Jahr gültige! – Stromversorgungsverordnung bereits wieder geändert. In Artikel 18 der StromVV gilt plötzlich nicht mehr eine Anschlussleistung bis 30 kVA als Kriterium für die Basiskundengruppe, sondern nur noch ein Jahresverbrauch bis 50 MWh. Der DSV wurde zuvor nicht angehört, auch wurde die Motivation für diese Änderung nicht öffentlich kommuniziert. Einmal mehr ist die Annahme naheliegend, dass diese Änderung aufgrund partieller Interessen erfolgt ist und einer verursachergerechten Verrechnung der Netznutzung nicht förderlich ist. Es ist inakzeptabel, dass Änderungen ohne Anhörung der Branche und der betroffenen Kreise erfolgen. Die im Gesetz verankerte Subsidiarität muss zwingend gelebt werden – auch vom Bundesrat und den Bundesbehörden. Der DSV hat sich bei den entsprechenden Stellen bereits vernehmen lassen.

Bundesamt für Energie

RUNDER TISCH «ROLLEN LANGFRISTIGE VERSORGUNGSSICHERHEIT»
Am 2. Juli 2019 hat das BFE Vertreter von Organisationen und Verbänden zu einer Round-Table-Konferenz eingeladen, um über die Rollen und Verantwortlichkeiten für die langfristige Sicherheit der Stromversorgung in der Schweiz zu sprechen. Die Inputs und Erkenntnisse aus diesem Gespräch sollen in die Revision des StromVG einfliessen. Der Bundesrat plant, im Herbst über das weitere Vorgehen zur Revision des StromVG zu orientieren. Der DSV war durch Beat Gassmann und Peter Lehmann vertreten. Sie konnten die Haltung des DSV wie auch die Ideen für ein neues Marktdesign einbringen.

Fragenkatalog BFE mit Haltung DSV


Strategie Stromnetze
Gemäss Art. 15c EleG und Art. 11b-e LeV (beide neu) entscheidet künftig ein Mehrkostenfaktor darüber, ob eine Leitung < 220 kV und 50 Hz als Erdkabel oder als Freileitung zu realisieren bzw. anrechenbar ist. Der Mehrkostenfaktor wird vom Bundesrat festgelegt und beträgt aktuell 2,0. Die neuen Bestimmungen treten ab 1. Juni 2020 in Kraft. Da entgegen den mehrfachen Hinweisen des DSV auf eine klare Trennung der Hoch- und Höchstspannungsebenen von den übrigen Netzebenen verzichtet wurde, gelten die Vorgaben auch für Mittel- und Niederspannungsnetze. Der DSV wird zusammen mit dem BFE und der ElCom die konkrete Umsetzung genauer erörtern. Es gilt zu verhindern, dass bestehende Kabelnetze unsinnigerweise wieder durch Freileitungen ersetzt werden!


DSV-VERTRETER IM VSE-VORSTAND
An der GV des VSE vom 9. Mai 2019 wurde Andreas Zimmermann nach neun Jahren Vorstandstätigkeit als Vertreter des DSV verabschiedet. Vorstand und Delegierte des DSV danken Andreas an dieser Stelle herzlich für sein grosses Engagement zugunsten der Verteilnetzbetreiber und für seine stets fundierten Inputs und Stellungnahmen. Unermüdlich und zielbewusst vertrat er jederzeit die Interessen des DSV im VSE-Vorstand. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute auf und neben den Energiepfaden.

Als Nachfolger von Andreas Zimmermann wurde Gian von Planta als DSV-Vertreter in den VSE-Vorstand gewählt. Gian von Planta (Jahrgang 1974) arbeitet seit 2014 bei der SWL Energie AG in Lenzburg. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung und leitet den Bereich Anlagen und Netze. An der DSV-Delegiertenversammlung vom 29. November 2019 war Gian von Planta in den Vorstand DSV gewählt worden.

Neben Gian von Planta (rechts) stellt der DSV im 13-köpfigen VSE-Vorstand zwei weitere Vertreter:
Silvan Kieber, Jahrgang 1975 (links), Geschäftsführer Arbon Energie AG. Silvan Kieber ist seit 2015 im VSE-Vorstand und seit 2012 im DSV-Vorstand.
René Holzer, Jahrgang 1966 (Mitte), Betriebsleiter Gemeindewerke Stäfa. René Holzer ist seit 2015 im VSE-Vorstand und seit 2018 im DSV-Vorstand.


DSV-DELEGIERTENVERSAMMLUNG VOM 21. JUNI 2019
Präsident Peter Lehmann begrüsste die Delegierten am 21. Juni 2019 in Zofingen zur 44. ordentlichen Delegiertenversammlung. In seiner Eröffnungsrede wurde schnell klar, dass das Engagement des DSV nötiger ist denn je, um eine langfristige Versorgungssicherheit in der Schweiz und eine nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten. Die Delegierten verabschiedeten den Jahresbericht und die Jahresrechnung für 2018 und erteilten dem Vorstand einstimmig Entlastung.

Die beiden langjährigen Mitglieder des DSV-Vorstands, Andreas Zimmermann und Andreas Jossi, wurden unter Würdigung ihres grossen Einsatzes für den DSV und für die Verteilnetzbetreiber aus dem Vorstand verabschiedet.

Als Nachfolger von Andreas Zimmermann und Vertreter des BEV wurde David Maurer (links) in den Vorstand gewählt. David Maurer (Jahrgang 1971) arbeitet seit 2014 als Geschäftsführer bei der Energie Belp AG.

Als Nachfolger von Andreas Jossi und Vertreter des ESA wurde Marco Huwiler (rechts) gewählt. Marco Huwiler (Jahrgang 1973) arbeitet seit 2018 als Geschäftsleiter der Technischen Betriebe Wil.

Jahresbericht 2018

Medienmitteilung zum Jahresbericht
 


DSV-Talentscouting
An der Delegiertenversammlung wurde zudem die Umsetzung des DSV-Talentscoutings beschlossen. Das Talentscouting ist eine Massnahme aus dem Strategie-Update des DSV. Es bezweckt das Motivieren und Fördern von Mitarbeitenden der Verteilnetzbetreiber für die aktive Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Organen der Branchenverbände.

Das Pilotprojekt wird von Andreas Zimmermann begleitet. Weitere Informationen folgen über den DSV-Newsletter und die Kantonalverbände.
Das Wort zum Tag

Es macht keinen Sinn zu denken, dass es auf einem Planeten mit begrenzten natürlichen Ressourcen unbegrenztes Wirtschaftswachstum geben kann.
Jane Goodall, Britische Verhaltensforscherin
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