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DSV - Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber Newsletter 7/2017
Liebe Leserinnen und Leser

Der DSV bedankt sich herzlich für Ihre wertvolle Unterstützung durchs vergangene Jahr und wünscht Ihnen besinnliche und entspannte Feiertage und für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit und Erfolg.
RÜCKBLENDE DSV-FORUM «DER VERTEILNETZBETREIBER - EIN AUSLAUFMODELL?»
 
Mit dieser provokativen Fragestellung lud der Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber zum 12. DSV-Forum am 10. November 2017 in Olten. Natürlich erwartete dabei niemand, dass die Antwort am Ende des Tages «Ja» lauten würde – aber dass sich das klassische Geschäftsmodell der Verteilnetzbetreiber in den nächsten Jahren massiv verändern wird, wurde schon im Eingangsreferat von Matthias Gysler, Chefökonom des BFE, klar.

Das Résumé der Tagung und alle Referate finden Sie hier:
Résumé
Link auf Referate


HALTUNG DSV ZUR VOLLSTÄNDIGEN STROMMARKTÖFFNUNG
 
Der DSV lehnt die volle Marktöffnung im Moment ab. Freie Kunden würden Strom aus möglichst günstigen Quellen einkaufen. Die hiesige Stromproduktion mit höheren Gestehungskosten – insbesondere die Grosswasserkraft – geriete weiter unter Druck. Ein Ausbau der Wasserkraft, wie sie die Energiestrategie 2050 verfolgt, würde in Frage gestellt.

Die Strategie des Bundesrats, im Bedarfsfall auf Stromimporte aus dem Ausland zu setzen, erachtet der DSV im Weiteren als unverantwortlich und fahrlässig. Die sichere Stromversorgung der Schweiz soll nicht auf «Schönwetterprognosen» beruhen, sondern sich an kritischeren Szenarien orientieren – falls etwa Frankreich bis 2050 aus der Kernenergie aussteigen oder Deutschland die benötigten Stromnetze vom Norden in den Süden nicht bauen würde.

Der DSV setzt sich dafür ein, dass der Ausstieg aus der Kernenergie zu keiner Zeit die Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Inland gefährdet und keine weiteren negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat. Nach stabiler Umsetzung dieses Systemwechsels kann die volle Marktöffnung geprüft werden.


PARLAMENT VERABSCHIEDET STRATEGIE STROMNETZE
 
Der DSV begrüsst die deutliche Zustimmung des Parlaments zur Strategie Stromnetze. Damit sollten insbesondere die Bewilligungsverfahren in den Netzebenen 1 bis 3 beschleunigt werden. Leider wurden die bürokratischen Auflagen für Anlagen unter 36 kV nicht wie vom DSV gewünscht vereinfacht. Nun stehen das ARE und das UVEK in der Pflicht, Ersatzbauten infolge der ES2050, die ausserhalb der Bauzonen liegen, nicht mit fragwürdigen Entscheidungen zu verzögern respektive zu verteuern.

Die im Rahmen der Strategie Stromnetze erfolgte Änderung von Art. 6 Abs. 5 StromVG («Durchschnittspreismethodik») erachtet der DSV als wichtige und richtige Korrektur des Bundesgerichtsentscheids vom 20. Juli 2016. Damit haben EVU mit eigenen Anlagen für die erneuerbare Stromproduktion im Inland keine Nachteile mehr gegenüber reinen Stromhändlern ohne Eigenproduktion. Mittels eines neuen Marktdesigns soll nun die einheimische Wasserkraft die Stellung erhalten, die dem Volk mit der ES2050 versprochen wurde.


UMSETZUNG VERORDNUNGSREVISIONEN ES2050
 
Das erste Massnahmenpaket für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 führt zu erheblichem Umsetzungs- und Anpassungsbedarf bei den Energieversorgungsunternehmen. Mittels Fachtagungen zeigt der VSE ab Februar 2018 die wichtigsten Änderungen auf und gibt erste Hilfestellungen für die Umsetzung in den Unternehmen. Weitere Informationen unter www.strom.ch

Parallel dazu arbeiten die VSE-Kommissionen unter Hochdruck an den Anpassungen der zahlreichen Branchendokumente. Vernehmlassungen und Publikationen der Dokumente sind in der Roadmap des VSE ersichtlich.


TOP-THEMEN DER STROMBRANCHE
 
Die aktuelle Version der «Top-Themen der Strombranche» fasst die wichtigsten Inhalte rund um die Umsetzung der Energiestrategie 2050, die Strategie Stromnetze und den Wasserzins zusammen. Ausserdem gibt sie einen Überblick über weitere wichtige Themen der Branche (Quelle Newsletter VSE 12/2017).

Top-Themen der Energiepolitik (07.12.2017)


WIE FIT SIND DIE EVU FÜR DIE ENERGIEZUKUNFT?
 
Investiert Ihr EVU in erneuerbare Energien? Hilft Ihr EVU mit, die Energieeffizienz zu steigern? Wenn Sie wissen wollen, wo Ihr EVU im Vergleich mit anderen EVU steht, dann nehmen Sie nächstes Jahr am Benchmarking der EVU teil. Das Benchmarking bewertet die EVU in Bezug auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Es zeigt Ihnen die Vorreiter und die Best Practices, aber auch Ihren Handlungsbedarf.

Das nächste Benchmarking startet im April 2018. Teilnehmen können alle EVU, die Endkunden mit Strom, Gas und/oder Wärme beliefern. Die Teilnahme ist freiwillig, und auf Wunsch werden die Ergebnisse anonym publiziert.

Durchgeführt wird das Benchmarking von INFRAS/Brandes Energie, im Auftrag von BFE und EnergieSchweiz. Sie erhalten im März eine Einladung. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Weitere Informationen:
Bericht 2015/2016
info@evu-benchmarking.ch


VERNEHMLASSUNGEN DSV 2017
 
Auch im vergangenen Jahr hat sich der DSV wieder an zahlreichen Vernehmlassungen und Stellungnahmen des VSE und BFE beteiligt. Eine Übersicht finden Sie hier:
Übersicht Vernehmlassungen

Diese wichtige Arbeit wäre nicht möglich ohne die unermüdliche Unterstützung zahlreicher Mitarbeitenden der vom DSV vertretenen Mitgliedsunternehmen. An dieser Stelle möchten sich der Vorstand und die Geschäftsstelle ganz herzlich für die wertvolle Mitarbeit bedanken.
Das Wort zum Tag

WER BÄUME SETZT, OBWOHL ER WEISS, DASS ER NIE IN IHREM SCHATTEN SITZEN WIRD, HAT ZUMINDEST ANGEFANGEN, DEN SINN DES LEBENS ZU BEGREIFEN.
Rabindranath Tagore, bengalischer Philosoph
Vormerken:
6. DSV-Info-Treff

Am Dienstag 3. April 2018 im Naturama in Aarau
Vormerken:
13. DSV-Forum 2018

Am Freitag 9. November 2018 im Hotel Arte in Olten
DSV  |  Bremgarterstrasse 1  |  CH-5610 Wohlen  |  Telefon 062 824 94 94  | www.dsvnet.ch
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